Strassenschäden erfassen, ohne die Genauigkeit zu verschweigen
Eine Route ist ein Weg, eine Beobachtung eine Stelle darauf. Zu einer Beobachtung gehören beliebig viele Fotos und Clips, ihre Position mitsamt der Abweichung, eine Bewertung von 1 bis 10 und — wenn die Stelle grösser ist als ein Punkt — der markierte Bereich.
Wie genau ist die Position — und woher kommt sie
Die Frage, die eine Schadensmeldung brauchbar oder wertlos macht. GPS auf einer Strasse ist ein Kreis, kein Punkt: zwischen Häusern sind ±10 m ein guter Tag. Deshalb steht bei jeder Beobachtung, woher ihre Koordinate stammt.
| Quelle | was sie bedeutet | Fehlerangabe |
|---|---|---|
| Einzelner Fix | ein GPS-Fix, aufgenommen beim ersten Foto | der Radius, den das Gerät für sich beansprucht |
| Gemittelt | Mittel aus den Fixes von zehn Sekunden Stillstehen | die gemessene Streuung der Fixes um ihren Mittelwert |
| Nadel | von Hand auf dem Luftbild gesetzt | keine — dafür bleibt der GPS-Fix samt Versatz gespeichert |
Mitteln heisst nicht Mittelwert
Zehn Sekunden ruhig stehen, und die Fixes werden mit 1/Genauigkeit² gewichtet gemittelt. Die ersten Fixes nach dem Aufwachen des Empfängers sind die schlechtesten; sie gleich stark zählen zu lassen wie einen guten hiesse, den Grund fürs Mitteln wegzuwerfen.
Ausgegeben wird nicht die behauptete Genauigkeit, sondern die gemessene Streuung der Fixes um ihren Mittelwert — die ehrlichere der beiden Zahlen, und meist die grössere.
Die Nadel ist die genaueste Quelle, obwohl sie keine Fehlerangabe hat
Wer vor dem Riss steht, sieht auf dem Luftbild, um welche Fuge es geht; das Gerät sieht das nie. Darum liegt die Karte im Nadel-Editor auf Satellitenbild, das Fadenkreuz steht fest und die Karte wandert darunter — so verdeckt kein Finger das Ziel.
Und beide Positionen werden gespeichert: eine korrigierte Koordinate, die die Messung wegwirft, wäre weniger wert als jede der beiden für sich, weil hinterher niemand mehr sagen könnte, ob die Nadel steht, wo der Empfänger sagte, oder wo jemand entschied.
Der Unsicherheitskreis wird gezeichnet
Massstäblich, auf der Karte. Eine Nadel in einem 30-Meter-Kreis ist eine andere Aussage als eine in einem 3-Meter-Kreis — und ohne den Kreis sehen die beiden gleich aus.
Der Bereich
Zwei Formen, weil es im Feld zwei Situationen gibt. Vor der Stelle stehend ist ein Radius ein Regler und drei Sekunden Arbeit; wenn die Form zählt, tippt man die Ecken auf der Karte an oder läuft den Rand ab und setzt an jeder Ecke einen Punkt an der eigenen Position.
Die Fläche wird im lokalen metrischen System gerechnet, nicht in Grad — die Schuhbandformel direkt auf Längen- und Breitengraden läge in der Schweiz um ein Drittel daneben.
Weiterverwenden
| Format | wofür |
|---|---|
| GeoJSON | QGIS, Leaflet, Mapbox — Punkte und Bereiche als Polygone |
| CSV | Tabelle oder Datenbank, WGS84 und LV95 (EPSG:2056) nebeneinander |
| GPX | Wegpunkte, um dieselbe Stelle wiederzufinden |
| KML | Google Earth, nach Bewertung eingefärbt |
| Bündel | alle vier plus jedes Foto und jeden Clip, gezippt |
Quelle, Genauigkeit, Streuung, gemessener Fix und Versatz stehen in jedem Format, das Felder dafür hat. Ein Kreis wird überall dort zum Ring, wo ein Polygon erwartet wird. GPX bekommt keine Bereiche: das Format kennt keine Flächen, und ein geschlossener Track wäre ein Weg, den nie jemand gegangen ist.
Für wen
Tiefbauämter und Werkhöfe, die den Zustand einer Strasse festhalten müssen. Ingenieurbüros bei der Zustandserfassung. Versicherungen und Gutachter bei der Beweissicherung. Und alle, denen eine Meldung ohne Fehlerangabe schon einmal um die Ohren geflogen ist.
Die erste Route ist gratis — mit allen Beobachtungen, Fotos, Clips und dem CSV-Export. Mehrere Routen nebeneinander und die Formate GeoJSON, GPX und KML gehören zu Sensorstorm Pro, einem einmaligen In-App-Kauf.